
Peberholm
Peberholm ist die grüne Insel mitten im Öresund
Die künstliche Insel der Øresundsbron mit einer Fläche von 130 Hektar wurde zwischen 1995 und 1999 mit Hilfe des Baggerguts (etwa 9 Millionen m³) aus dem Bau des Tunnelgrabens errichtet. Der Name spielt auf Saltholm an – die natürliche Nachbarinsel im Norden.
Peberholm wurde als Teil der Øresundsbron geschaffen. Sie dient als Übergangspunkt zwischen Brücke und Tunnel. Die Insel wurde so gebaut, dass der Verkehr von der Brücke – wo Zug- und Autoverkehr auf zwei Ebenen verlaufen – zum Tunnelportal auf der Westseite der Insel wechseln kann, wo der Verkehr nebeneinander auf derselben Ebene in den Öresundtunnel einfährt.
Die Insel ist von Steinschüttungen (etwa 2 Millionen m³) umgeben. Es wurden weder Deponiematerial noch Erde vom Festland hinzugefügt, und auf der Insel wurde nichts von Menschenhand gepflanzt. Sie wurde kahl belassen, und alle Arten sind entweder aus Dänemark oder Schweden eingewandert. Seit der Entstehung von Peberholm konnte sich die Natur auf der Insel erfolgreich selbst entwickeln, was Peberholm zu einem spannenden Naturexperiment mit einer starken biologischen Vielfalt macht. Die Insel hat sich von einem kiesigen Ort zur grünen Insel im Öresund verwandelt, mit einer beeindruckenden und einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt.
Peberholm ist seit 2000 ein sogenanntes Natura 2000-Gebiet, und die Natur gilt aus europäischer Sicht als besonders schützenswert. Die Øresundsbron bemüht sich daher durch verschiedene Maßnahmen, die starke biologische Vielfalt zu erhalten.
Die ursprüngliche Strategie des Øresundsbro Konsortiums, die Natur ohne menschliches Eingreifen sich entwickeln zu lassen, erwies sich als sehr erfolgreich. Es dauerte nur wenige Jahre, bis der kiesige Ort mit einem beeindruckenden Pflanzen- und Tierleben gefüllt war. Die Pflanzenfunde auf Peberholm belaufen sich auf etwa 600 Arten, und ungefähr 30 Vogelarten brüten dort jedes Jahr.
Im Zusammenhang mit dem 20-jährigen Jubiläum im Jahr 2020 zeigten jährliche Bestandsaufnahmen einen Rückgang bei bestimmten Arten, die sich in hellen und offenen Gebieten am wohlsten fühlen. Daher wird nun eine naturschützende Rodung von Gebüsch und kleineren Bäumen auf knapp 10 Prozent der Inselfläche durchgeführt. Ziel ist es, die starke biologische Vielfalt zu erhalten und Vögel und Pflanzen anzulocken, die zuvor mit zunehmender Vegetation zu verschwinden drohten. Dank dieser Maßnahmen kann das Øresundsbro Konsortium erfreulicherweise feststellen, dass mehrere Arten zurückgekehrt sind.
Der Betrieb der Öresundverbindung wurde im Frühjahr 2023 umweltfreundlicher, nachdem 10.000 Quadratmeter Solarzellen auf Peberholm in Betrieb genommen wurden. Mit dem Solarpark auf der Insel, zusammen mit 3.000 Quadratmetern Solarzellen an der Zahlstation, deckt selbst produzierte Solarenergie fast die Hälfte des Stromverbrauchs der Verbindung.
Fakten: Peberholm
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